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Nach einem Todesfall sind uns ein paar historische Fotos überlassen worden. Die verblichene Dame war
gebürtige Ukrainerin, heiratete während des Krieges einen deutschen Soldaten und lebte mit ihm seit der Hochzeit in Haag a. d. Amper.
Sie arbeitete bei der Bahn.
In Drehscheibe-online waren die Fotos bereits eingestellt. Einige wichtige Infos konnten daraus gewonnen werden. Herzlichen Dank für die Antworten! Foto (1):
Dieses Foto ist eindeutig am Bahnübergang kurz vorm ehemaligen Haager Bahnhof aufgenommen worden. Es zeigt einen Sonderzug - DEUTSCHE WEINSTRASSE. Ein weiteres, völlig unscharfes Foto läßt erkennen, daß links ein Gesellschaftswagen und dahinter ein weiterer unbekannter Personenwagen angehängt ist. Sonst haben wir keine Hinweise. Was war das für ein Sonderzug? Welcher Anlass? Wann? Welche Lok? Weitere Informationen erwünscht! Foto (2) konnte gelöst werden - siehe dazu weiter unten. Foto (3):
Ein Turmwagen, diesmal ein anderer, als in Bild (2). Hier sind - außer "Turmwagen" - überhaupt keine Aufschriften lesbar. Vermutung: Strecke Weilheim-Peißenberg
Zwei Personenwagen. Was es mit denen auf sich hat, wissen wir nicht. Es ist keinerlei Beschriftung lesbar. Interessant ist hier auch der Hintergrund, denn es kann sich nicht um einen Brückenkopf handeln: Das Geländer oben ist um den Bereich herum gebaut. Das Steingebilde sieht eher nach einem Denkmal aus, zumal runde angedeutete Fenster erkennbar sind und oben ein halbrunder Bogen mit den Bruchsteinen gemauert wurde. Wo und wann und was...? Teil-Lösung: Der rechte Wagen ist der Revisionswagen Salon 4ü Bay 03/32 10 365 Nür. Zeitraum 1941-1944. Genauer Ort unbekannt, irgendwo im Osten.
Wo sind wir hier? Ist das eine Evakuierung oder ein Umzug ausgebombter Münchner? Auf dem vordersten G-Wagen steht "10 500". Ansonsten sind keine Schriften lesbar, weder von den Waggons, noch das Nummernschild des LKWs auf dem Flachwagen. Nachdem das Nummernschild weiß ist, dürfte die Aufnahme aus den 1930er oder Anfang 40er Jahre stammen. Die Vermutung eines Lesers, es könnte sich dabei um Regensburg handeln, halten wir für unwahrscheinlich: Die dortige Brücke ist zwar ähnlich, aber dennoch eindeutig eine andere...
"Wann", "Wo" und "Was" gesucht Aus einer privaten Fotosammlung in Haag/Amper stammt obiges Bild. Leider ist kein Hinweis auf der Rückseite vermerkt. Gegen die erste Vermutung, es könnte ein Foto vom Krieg sein, sprechen die alte bayerische Telegraphenleitung rechts und die aus dem Zug ausgestiegenen Damen. Im Vordergrund sind Schattenwürfe von mehreren Personen zu sehen. Nachdem die nebeneinander stehen, könnte der Fotograf eventuell auf einem Bahnübergang gestanden sein. Es ist keine Bebauung erkennbar, die die Zuordnung erleichtern würde. Der Zug wird von zwei bayerischen Loks angeführt. Bei der vorderen tippen wir auf eine D XII (spätere 73.0), weil der Wasserkasten der Tenderlok im Vergleich zum Führerhaus seitlich etwas übersteht. Beschriftung ist keine zu entziffern, nur am Wasserkasten lässt sich das Schild mit der eingerahmten bayerischen Loknummer erahnen. Von der zweiten Lok erkennt man fast gar nichts. Das ovale Fenster ist schmäler und hat eine etwas andere Lage, als bei der führenden Maschine. Am Haken haben sie Abteilwagen. Die Länge des Zuges deutet auf eine Hauptbahngartnitur hin. Auf unserer Nebenstrecke ist dieses Gespann sicher nicht gefahren. Die Trasse ist zweigleisig, links und rechts sind Telegraphenleitungen, Oberleitung dagegen gibt es keine. Somit ist nicht auszuschließen, dass das Foto die Hauptstecke München - Landshut im Zustand vor 1925 zeigt.
Wo war der Schuppen der Fahrleitungsmeisterei Freising? Dieser halboffene Schuppen gehörte zur Fahrleitungsmeisterei Freising. Das Foto wurde 1930-1932* aufgenommen. Doch ist bis jetzt weder der Standort dieses Schuppens, noch der restlichen Einrichtungen der Flm Freising bekannt. Höchstwahrscheinlich geht der Blick in nordöstliche Richtung, dann machen die geschlossenen West- und Nordseiten Sinn. Nicht nur die Ausführung des Gebäudes, auch der Inhalt ist interessant: (v.l.n.r) Akku-Rangierlok Ks 4015, die Maschine wurde später mit einem neuen Führerhaus versehen und erhielt noch die Nummer 381 101; ein ausgemusterter bayerischer Lokalbahnwagen, der mit aufgebauter Bühne auf dem Dach zu einem Turmwagen ohne Antrieb umfunktioniert wurde; ganz hinten steht ein Turmtriebwagen. Bis jetzt liegen uns sonst überhaupt keine Hinweise zur Fahrleitungsmeisterei Freising vor. Also, wenn jemand Informationen zu dem Thema hat - bitte melden! * 1930 wurden die ersten Ks geliefert, 1932 das Buch gedruckt, aus dem das Foto stammt.
Hier sind die Zollinger gefragt: Das Foto zeigt den Bahnhof Unterzolling. Allerdings läßt sich der Aufnahmezeitpunkt nicht mehr feststellen. Irgendwann 1987 - 1990, offensichtlich im Mai. An der Staatstraße 2054 (vor den Häusern im Hintergrund quer durchs Foto verlaufend) befindet sich eine rot-weiße Absperrung, die eventuell die Bestimmung des Jahres zuläßt. Diesen Zustand hatte der Zollinger Bahnhof bis zum Abbruch im März 2000. mit Ihrer Hilfe bereits gelöste Rätsel:Foto (2) zum Nachlass
Turmwagen 701 418 München der Deutschen Reichsbahn bei der Arbeit auf km 23. Lösung: Strecke Tutzing-Kochel! Mit der Hintergrundinfo, dass diese Art von Tragseilstützpunkt nur bis 1925 gebaut wurde. DANKE!
"Wo" und "Was" wurde gesucht Lösung: Drehscheibe-online Die beiden Bilder stammen wurden in einer privaten Fotosammlung fälschlicherweise dem Unfall in Langenbach (Obb) zugeordnet. Der Unfall in Langenbach war am 13. August 1926, nicht an Pfingsten. Auch das Umfeld stimmt nicht. Die Fotos zeigen einen Unfall bei München Ost. Herzlichen Dank für die Antworten!
Ort und ungefährer Zeitraum der Aufnahme sind bekannt, aber das Fahrzeug gab Rätsel auf. Ort: Haag a. d. Amper , an der Lokalbahn 412g (Freising -) Langenbach - Enzelhausen (- Mainburg).
Zeit: 1940...1949 (eher bis 1945, da der Wagen keine Fenster, sondern nur Sehschlitze hat)
Fahrzeug: Das Vehikel gibt Anlaß zu Spekulationen. Einige Haager behaupteten,
hier handelt es sich um einen Minensucher. Andere Meinungen gehen in Richtung Bahnmeisterei-Fahrzeug (zum Einschottern der Gleise
oder zum Aufnehmen einer heruntergerissenen Oberleitung).
Man kann keinerlei Beschriftung erkennen. Das Fahrzeug ist zweiachsig und hat eine Rockinger-Kupplung. An der Stirnseite ist eine Bühne
montiert, die breiter ist, als der Wagenkasten.
Relativ schnell war das Basisfahrzeug bekannt: Rottenfahrzeug, Hersteller Draisinenbau Hamburg - Fa. Alpers, Baujahr um 1935/36 Dazu herzlichen Dank nach Schwabbruck! Aber die Erforschung des Einsatzzwecks erwies sich als bedeutend schwieriger. Nach Auskunft eines pensionierten Eisenbahners wurde das Fahrzeug für Kabelverlegungsarbeiten an der Strecke benutzt. Beim Arbeitseinsatz war eine Kabeltrommel auf einem mitgeführten Flachwagen aufgestellt, das Kabel lief in der Wanne über die Draisine hinweg. Durch die seitlich schwenkbaren Rüssel konnte die Leitung bei der Verlegung positioniert werden. Danke für die Info nach Au/Hallertau!
Die Lösung des Rätsels: Am Freitag, den 11. Januar 1918 verunglückten die Pt 2/3 6027 und die vorgespannte PtL 2/2 4519 mit Zug Tra 107 auf der Strecke Traustein - Trostberg südlich des Bahnhofes Hörpolding. Unfallgrund waren Schneeverwehungen. Die "langhaxige" PtL 2/3 wurde von Krauss am 23.7.1910 geliefert und später in 70 027 umbenannt. Das letzte BW war Treuchtlingen. Z-gestellt wurde sie am 12.5.1960 und mit Wirkung zum 19.1.1961 ausgemustert. Nach Angabe des Bayern-Report war die Maschine ab April 1911 dem BW Freilassing zugewiesen. Der Glaskasten 4519 (doch nicht die 4518) hat in der Krauss-Liste das Lieferdatum 05.11.1908. Die Lok ist im Umnummerierungsplan als 98 323 aufgeführt, als Ausmusterung ist das Datum 21.03.1924 angegeben. Trotz der Schäden wurde also die Maschine für sechs Jahre Einsatz wieder aufgebaut. Herrn Wagner, Traunstein
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